Haiku – mal über den Tellerrand geguckt

Haiku – mal über den Tellerrand geguckt

Durch die Schule des Schreibens und auch über Facebook fühle ich mich anderen Menschen der schreibenden Zunft verbunden. Mit einigen von ihnen hat man sehr guten Kontakt, mit anderen weniger – wie eigentlich immer im Leben. Warum sollte ich meinen Blog nicht auch einmal nutzen, um andere Autoren vorzustellen? Vor allem, wer Nischen bedient, hat es schwer, ein größeres Publikum zu finden.

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Heute möchte ich Antje Steffen vorstellen, die bereits einige Bücher den japanischen Haiku gewidmet hat. Sie veröffentlicht ihre Bücher bei Books on Demand – BoD: Momente des Lebens – Lebensmomente 

Antje Steffen, geb. 1969, schreibt seit vielen Jahren Geschichten und Gedichte. Als sie die Haiku-Dichtung für sich entdeckte, war sie fasziniert von deren Möglichkeiten und schreibt seitdem regelmäßig Haiku.
Außer ihren Haiku-Büchern hat die Autorin Kurzgeschichten und Gedichte in Anthologien veröffentlicht und bisher vier Romane bei BOD herausgegeben. Eine weiteres Buch handelt von ihrem Weihnachtsschneemann Snowy.

Ihr neustes Buch ist Momente des Lebens – Lebensmomente Band 3: Auch in diesem Buch hat die Autorin Haiku zusammengestellt, die im Laufe der Monate entstanden sind. Zwischen den Haiku befinden sich Fotos, die die Autorin im Garten, Wald und im Urlaub gemacht hat. Auf der BoD -Seite sind Leseproben vorhanden.

Was genau sind Haiku? Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die aber inzwischen überall auf der Welt bekannt ist. Japanische Haiku bestehen meistens aus drei Wortgruppen von 5 – 7 – 5 Lauteinheiten. Diese Lauteinheiten werden bei uns mit Silben gleichgesetzt. Das macht das Haiku im Deutschen oft ein wenig holprig. Auch andere Länder sehen die Silbenzahl deshalb nicht gar so eng. Es sind offene Texte, die meist von der Natur handeln. In meinem Haiku, das ich in das Headerbild eingefügt habe, habe ich mich an die traditionelle Anzahl der Silben gehalten. Schönere Miniaturgedichte im Haikustil entstehen aber meiner persönlichen Meinung nach in deutscher Sprache, wenn man die Vorgaben lockerer handhabt.

Neben dem Haiku gibt es auch das Senryū, eine sehr ähnliche Gedichtform. Während das Haiku sich aber mehr mit der Natur beschäftigt, befasst sich das Senryū mehr mit dem Persönlichen, dem Emotionalen.

Kleines Haiku

Kleines Haiku

Oft schreibe ich sie nicht mehr, die kleinen Gedichte mit der Silbenfolge 5-7-5. Aber im Forum der Schule des Schreibens sind sie immer gefragt. Und da ich mich auch dort im Moment sehr rar mache – Studium ist ja beendet – habe ich mich zu Ostern mal wieder gemeldet.

Zwischen Müll und Dreck
kleine Blüten am Bahndamm
künden vom Frühling.


Die Idee dazu kam mir tatsächlich bei einem Spaziergang, den ich in den letzten Tagen gemacht habe, immer auf der Suche nach dem Frühling 😉 Ich finde es immer wieder furchtbar, wie gedankenlos die Leute heutzutage ihren Dreck überall verteilen. Egal wo man läuft, ständig findet man Unrat. Und es wundert einen wirklich, dass sich dann doch auch die Natur wieder durchsetzt.
Gestern am Karfreitag und heute hatten wir in Frankfurt richtig schönes, warmes Wetter. Scheint wohl doch allmählich etwas werden zu wollen mit dem Frühling. Es wird auch langsam Zeit. Ich hoffe, dass dann bei mir endlich auch die Lust am Schreiben zurückkommt. Ich brauche einfach das Licht – das natürliche Licht der Sonne – um kreativ zu werden. Andere können vielleicht gerade in der dunklen Jahreszeit gut schreiben, weil es da keine anderen Ablenkungen gibt. Aber das ist bei mir definitiv nicht der Fall.

Jetzt möchte ich auch diesem Blog meinen Leserinnen und Lesern noch ein fröhliches Osterfest wünschen. Und ich hoffe, ich habe bald wieder mehr zu bieten und auch das Foto da oben mit der Mütze müsste ja dringend mal erneuert werden .