Vernetzung – Poesie & Anderes

Vernetzung – Poesie & Anderes

Poesie

Meine Überschrift “Vernetzung” passt ganz gut zu zwei Themen, über die ich heute schreiben möchte. Einmal geht es mir um eine Anthologie aus dem SternenBlick Verlag mit dem Titel “Verästelter Sinn”. Ich hatte diese Anthologie, an der ich auch mitgewirkt habe, schon fast wieder  vergessen. Das Buch gibt es schon seit Oktober 2019. Ich habe es mir erst vor einigen Tagen bestellt und heute bekommen.Und es ist wirklich ganz zauberhaft geworden, mit Zeichnungen und farbigen Kunstdrucken versehen. Der Sternenblick Verlag ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Poesie. Die Autoren verdienen an ihren Beiträgen nichts, es gibt noch nicht mal ein kostenloses Autorenexemplar. Normalerweise bin ich da sehr skeptisch, denn es gibt ja – gerade in Frankfurt – einige seltsame Verlage, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Bei den Sternenblick Anthologien ist das anders. Die Bücher sind hochwertig ausgestattet und da habe ich auch die 12 Euro gerne für bezahlt. Verästelter Sinn ist bei BoD erschienen. Dort kann man es bestellen, aber auch über Amazon. Das Buch enthält nicht nur Gedichte sondern auch Kurzgeschichten. Und ja – ich kann nicht nur Krimis 😉

Vernetzen – mit wem und warum?

Zweitens fällt mir zum Thema Verästelungen auch gleich das Wort “vernetzen” ein. Sich zu vernetzen, scheint heutzutage etwas zu sein, um das man nicht herumkommt, wenn man Erfolg haben will. Also habe ich nicht nur meine zwei Blogs, sondern bin mittlerweile auch auch auf Favebook und Instagram, manchmal sogar auf Twitter unterwegs. Ach ja, und ich biete natürlich auch einen Newsletter an. Aber reicht das? Muss ich auch Leserunden auf Lovelybooks machen, oder meine Bücher bei Buchbloggern zur Rezension anbieten. Es scheint was so. Aber ich frage mich, wie ich bei all dem eigentlich auch noch schreiben soll.

Trotzdem habe ich mir heute mal vorgenommen, mir Buchblogger anzusehen. Es ist ja in der Tat eigentlich merkwürdig, dass ich diese Spezies so gar nicht unter meinen Blogfreund*Innen habe, obwohl ich seit Jahren selbst blogge. Und natürlich schreibe. Also, was mach ich denn nun? Ich habe bei Google einfach mal Buchblogger eingegeben und bekam sofort eine Liste: Die Topliste der deutschen Buchblogger. Wow! Bisher habe ich nur mal reingeschnuppert, aber eines sofort festgestellt: Sie sind alle total unterschiedlich. Ich werde mich hüten, hier werten zu wollen, denn alle haben ihre begeisterten Follower, ihre eigenen Themen, ihre eigene Sicht auf die Welt (oder so). Und die habe ich schließlich auch. Ich werde mich mal so allmählich durchkämpfen. Vielleicht finde ich ja tatsächlich Seelenverwandte. Wer weiß. Dann könnte es doch glatt passieren, dass ich mich mal traue – oder dazu durchringe – die eine oder andere Buchblogger*In anzuschreiben und nachzufragen, ob sie/er einen meiner Krimis rezensieren möchte. Ja, es gibt tatsächlich auch Männer unter den Buchblogger*Innen. Selten eher, aber doch.

Haiku – mal über den Tellerrand geguckt

Haiku – mal über den Tellerrand geguckt

Durch die Schule des Schreibens und auch über Facebook fühle ich mich anderen Menschen der schreibenden Zunft verbunden. Mit einigen von ihnen hat man sehr guten Kontakt, mit anderen weniger – wie eigentlich immer im Leben. Warum sollte ich meinen Blog nicht auch einmal nutzen, um andere Autoren vorzustellen? Vor allem, wer Nischen bedient, hat es schwer, ein größeres Publikum zu finden.

Beitrag enthält Werbung

Heute möchte ich Antje Steffen vorstellen, die bereits einige Bücher den japanischen Haiku gewidmet hat. Sie veröffentlicht ihre Bücher bei Books on Demand – BoD: Momente des Lebens – Lebensmomente 

Antje Steffen, geb. 1969, schreibt seit vielen Jahren Geschichten und Gedichte. Als sie die Haiku-Dichtung für sich entdeckte, war sie fasziniert von deren Möglichkeiten und schreibt seitdem regelmäßig Haiku.
Außer ihren Haiku-Büchern hat die Autorin Kurzgeschichten und Gedichte in Anthologien veröffentlicht und bisher vier Romane bei BOD herausgegeben. Eine weiteres Buch handelt von ihrem Weihnachtsschneemann Snowy.

Ihr neustes Buch ist Momente des Lebens – Lebensmomente Band 3: Auch in diesem Buch hat die Autorin Haiku zusammengestellt, die im Laufe der Monate entstanden sind. Zwischen den Haiku befinden sich Fotos, die die Autorin im Garten, Wald und im Urlaub gemacht hat. Auf der BoD -Seite sind Leseproben vorhanden.

Was genau sind Haiku? Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die aber inzwischen überall auf der Welt bekannt ist. Japanische Haiku bestehen meistens aus drei Wortgruppen von 5 – 7 – 5 Lauteinheiten. Diese Lauteinheiten werden bei uns mit Silben gleichgesetzt. Das macht das Haiku im Deutschen oft ein wenig holprig. Auch andere Länder sehen die Silbenzahl deshalb nicht gar so eng. Es sind offene Texte, die meist von der Natur handeln. In meinem Haiku, das ich in das Headerbild eingefügt habe, habe ich mich an die traditionelle Anzahl der Silben gehalten. Schönere Miniaturgedichte im Haikustil entstehen aber meiner persönlichen Meinung nach in deutscher Sprache, wenn man die Vorgaben lockerer handhabt.

Neben dem Haiku gibt es auch das Senryū, eine sehr ähnliche Gedichtform. Während das Haiku sich aber mehr mit der Natur beschäftigt, befasst sich das Senryū mehr mit dem Persönlichen, dem Emotionalen.

Das erste Mal

Das erste Mal

Heute habe ich zum ersten Mal – jedenfalls wenn ich etwas lang Vergangenes ausblende – an einer Ausschreibung teilgenommen. Das lang Vergangene war eine dieser unsäglichen Anthologien der “Bibliothek deutschsprachiger Gedichte”. Ich nehme an, dieser Verein ist hinlänglich bekannt. Da braucht man kein Wort mehr drüber zu verlieren.
Nein, diesmal geht es um eine Ausschreibung des SternenBlick Verlages und zwar um lyrische Beiträge unter dem Motto “Verästelungen”. Drei Texte darf man einreichen, Gedichte, Haiku und ähnliches, lyrische Kurzprosa. Ich habe mir viel Mühe gegeben. Vermutlich noch nie zuvor so viel Zeit in ein Haiku investiert, das am Ende zu einem Tanka wurde. Das Tanka ist eine um zwei Zeilen erweiterte Form des Haiku. Im Moment kann ich euch die Texte hier nicht zeigen. Später mal.

Der zweite Text ist ein Reimgedicht, das ursprünglich aus Nonsensversen entstanden ist. Auch daran habe ich ewig herumgebastelt, bis schließlich etwas völlig anderes daraus wurde. Auch das bekommt ihr irgendwann einmal zu lesen.

Der dritte Text wurde dann die lyrische Kurzprosa. Damit habe ich mich besonders schwer getan und weiß auch nicht, wie lyrisch so etwas sein muss bzw. was ich mir unter lyrischer Kurzprosa genau vorzustellen habe. Romantisch-kitschig kann ich nicht. Der Text durfte nicht mehr als 1.500 Anschläge haben, also noch mal um einiges kürzer als unsere DWGs. Also ich bin gespannt. Einsendeschluss ist der 31.Oktober. Solange muss ich mich nun gedulden, bis ich weiß, ob irgendetwas Gefallen gefunden hat.

Es gibt noch eine zweite Ausschreibung, die bis zum Jahrende läuft: “Verlassene Orte”. Das finde ich auch sehr spannend. Lost places haben mich als Fotografin  schon immer sehr interessiert. Sie sind allerdings im Rhein-Main-Gebiet Mangelware. Da hat man im Osten der Republik mehr Inspiration. Immerhin darf bei diesem Projekt die Kurzgeschichte bis zu 10.000 Zeichen haben. Das ist schon eher nach meinem Geschmack. Lyrisch soll es allerdings auch sein – kein Krimi also. Mal sehn – bis zum Jahresende ist noch Zeit genug.

Hans Magnus Enzenberger

    Durch mein wiederbelebtes Interesse an der Lyrik (das Bändchen von 2006 “Hinter den Masken” war mein erstes selbstpubliziertes Buch) bin ich auf ein Werk von HME gestoßen, das er unter seinem richtigen Namen Andreas Thalmayr geschrieben hat: “Lyrik nervt!” (Affiliatelink!) Ich habe es mir mal bestellt, weil mich der Inhalt interessiert. Schmunzeln musste ich aber schon, weil ich mich daran erinnert habe, dass mich während meiner Oberstufenzeit am Gymnasium Enzensberger “genervt” hat. Mit den Klassikern der deutschen Dichtkunst hat man uns damals verschont. Wir mussten uns mit den modernen Schreiberlingen auseinandersetzen. Mein Lieblingsschriftsteller war Max Frisch. HME gehörte eher nicht dazu. Auf Wikipedia habe ich gelesen, das HME jede Menge Pseudonyme benutzt hat, sogar weibliche. Am schönsten finde ich Serenus M. Brezengang, ein Anagramm zu Magnus Enzensberger. Na wie auch immer, auf das Buch bin ich gespannt.

Nonsensverse & tolle Illustrationen

Und noch ein Buch, das ich mir geleistet habe: Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her: Das dicke Buch vom Nonsens-Reim.(Affiliatelink!) Es scheint, als hätte ich das Bedürfnis, nach vielen Lesestunden auf dem Kindle-Reader mal wieder echte Bücher in die Hand zu nehmen. Ich muss zugeben, auf dieses Buch hat mich Dr. Nicolette Bohn, Studienleiterin an der Schule des Schreibens, gehoben. Sie hat es neulich auf Facebook gezeigt, ich habe es mir auf Amazon angeguckt, und was ich dort gesehen habe, hat mich neugierig gemacht. Es ist eine köstliche Mischung von vielen erfrischenden Nonsensversen kombiniert mit unglaublich fantasievollen Illustrationen.

So – das war jetzt einer dieser Beiträge, den vermutlich eh keiner liest. Aber manchmal schreibe ich auch nur einfach für mich. Und falls doch wer vorbeikommt, erzählt mal, was ihr so macht.

Bildmaterial für den Beitragsheader:httpss://unsplash.com/@thoughtcatalog

 

 

Freie  Lyrik – Kleine Experimente

Freie Lyrik – Kleine Experimente

Manchmal kommt die Lust an der Lyrik zurück. 2006 habe ich das Lyrikbändchen ‘Hinter den Masken’ veröffentlicht, das heute vergriffen ist. Ich habe mal kurz darüber nachgedacht, ob ich den Band neu auflegen sollte, aber die Gedichte von damals sind nicht mehr meine Gedichte von heute. Ich besitze noch Unterlagen eines Workshops aus dieser Zeit, die ich mir wieder einmal vorgenommen habe. Witzigerweise fängt dieser Workshop ausgerechnet mit Freier Lyrik an. Das fand ich schon damals ausgesprochen schwierig. Weil man aus der Schulzeit Lyrik meistens zunächst mit Reimen verbindet. Freie Lyrik ist also erst einmal gar nicht so einfach. Und wenn man dann so ein Gedicht schreibt, hat man keine Ahnung, wie es bei demjenigen, der es liest, ankommen wird. Noch mehr als bei Prosatexten ist Lyrik tatsächlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Trotzdem will ich mich mal wieder daran probieren, einfach weil ich im Moment dazu Lust habe.
********************************
#Wir sind mehr
Was, wenn der Wind sich dreht,
was, wenn nichts mehr geht?
#wirsindmehr,
aber wo, außer auf Papier?
Auf den Straßen marschieren
die Anderen
die Herzen voll Hass,
die Augen sind leer.
******************************
Manchmal
Manchmal
weiß ich nicht,
wo oben und wo unten ist.
Manchmal
frage ich mich,
wo rechts ist und wo links.
Manchmal
versuche ich,
es allen recht zu machen.
Doch wenn dann
das Oben unten wird,
und rechts wird zu links,
dann weiß ich wieder,
dass nur ich selbst
entscheide, was
für mich richtig ist.
**********************************
Leider ist es im Blog schwierig, Gedichte ansprechend zu formatieren. Daran übe ich noch.
Give me 5 – Kurzgeschichten jederzeit & überall

Give me 5 – Kurzgeschichten jederzeit & überall

Ja, ich denke, der Titel meiner Kurzgeschichtensammlung steht damit fest. Die letzten Tage habe ich die Dystopie ruhen lassen und mich voll und ganz auf die Kurzgeschichten gestürzt. Es haben sich reichlich Texte angesammelt. Nicht alle sind gut, aber viele können sich nach etwas Überarbeitung sehen lesen lassen. Seitdem ich mich wieder intensiv dem Schreibprogramm Papyrus Autor anvertraue, fällt so manches leichter. Auch den Blogtexten würde es wahrscheinlich guttun, wenn ich sie durch Stilanalyse und Dudenkorrektur von Papyrus laufen ließe, aber ich will nicht päpstlicher sein als der Papst.

Ich habe jetzt schon mal damit angefangen, das Buchlayout zu erstellen. Wenn ich dachte, dass es mir nach den beiden Krimis leicht fallen würde, dann war das ein Irrtum. Ich müsste vermutlich mindestens vier Bücher im Jahr mit KDP und CreateSpace erstellen (oder einem anderen Distributor), um darin Routine zu bekommen. Jetzt mache ich das Ganze mal mit einer Papyrus Vorlage, die mir zumindest die Titelei und die Inhaltsangabe fast automatisch erstellt. Hat zwar auch gedauert, bis ich mich da reingefuchst habe, aber nun läuft es. Ob ich das Ganze, sofern irgendwann mal fertig, dann wirklich problemlos bei Amazon hochladen kann, wird sich weisen. Noch bin ich mir nicht darüber im Klaren, ob es nur ein E-Book werden wird oder auch eine Printausgabe. Die Printausgabe müsste ich vielleicht etwas aufwändiger gestalten, dann wär’s ein gutes Geschenkbüchlein. Weihnachten ist ja auch irgendwann wieder *lol*.

Vermutlich werde ich die nächsten vier Wochen damit verbringen, Geschichten wieder rauszunehmen und durch andere zu ersetzen, hin und her zu überlegen, welche gut sind oder doch eher nicht, aber irgendwann … Wann ist eigentlich Buchmesse? Ich glaube, die ist immer Anfang Oktober. Dann wäre September sicher nicht schlecht. Am Cover bin ich auch schon dran. Aber auch da kann es gut sein, dass ich noch mal alles ändere. Irgendwie bin ich ja nie zufrieden 🙁 Auf jeden Fall war die Teilnahme am Julicamp vom NaNoWriMo eine gute Sache. Damit bin ich wieder ins Schreiben gekommen. Ich hoffe mal, dass ich meinen dystopischen Roman vielleicht fertigbekommen kann, wenn ich auch im November wieder am NaNo teilnehme. Mit ihm hat die Sache im letzten Jahr schließlich angefangen.

Draußen kommt Sturm auf. Ein ordentlicher Regen wäre das, was wir mal brauchen würden. Es ist alles viel zu trocken. Ein Gewitter wird’s wohl werden, es grummelt schon. Na, schaun wir mal.

 

Kleines Haiku

Kleines Haiku

Oft schreibe ich sie nicht mehr, die kleinen Gedichte mit der Silbenfolge 5-7-5. Aber im Forum der Schule des Schreibens sind sie immer gefragt. Und da ich mich auch dort im Moment sehr rar mache – Studium ist ja beendet – habe ich mich zu Ostern mal wieder gemeldet.

Zwischen Müll und Dreck
kleine Blüten am Bahndamm
künden vom Frühling.


Die Idee dazu kam mir tatsächlich bei einem Spaziergang, den ich in den letzten Tagen gemacht habe, immer auf der Suche nach dem Frühling 😉 Ich finde es immer wieder furchtbar, wie gedankenlos die Leute heutzutage ihren Dreck überall verteilen. Egal wo man läuft, ständig findet man Unrat. Und es wundert einen wirklich, dass sich dann doch auch die Natur wieder durchsetzt.
Gestern am Karfreitag und heute hatten wir in Frankfurt richtig schönes, warmes Wetter. Scheint wohl doch allmählich etwas werden zu wollen mit dem Frühling. Es wird auch langsam Zeit. Ich hoffe, dass dann bei mir endlich auch die Lust am Schreiben zurückkommt. Ich brauche einfach das Licht – das natürliche Licht der Sonne – um kreativ zu werden. Andere können vielleicht gerade in der dunklen Jahreszeit gut schreiben, weil es da keine anderen Ablenkungen gibt. Aber das ist bei mir definitiv nicht der Fall.

Jetzt möchte ich auch diesem Blog meinen Leserinnen und Lesern noch ein fröhliches Osterfest wünschen. Und ich hoffe, ich habe bald wieder mehr zu bieten und auch das Foto da oben mit der Mütze müsste ja dringend mal erneuert werden .