Vollmond komplett

Vollmond komplett

Ich hatte gar nicht gehofft, den Vollmond heute fotografieren zu können, denn das Wetter hat sich verändert, der Himmel war gestern die meiste Zeit bedeckt. Und etwas, das ich mir noch nicht erklären kann, ist unpraktisch: Während ich den Fast-Vollmond immer schon zur Blauen Stunde hoch im Süden sehen kann, ist das nicht mehr der Fall, sobald er tatsächlich voll ist. Dann geht er irgendwo weiter im Osten hinter den Heimchenweghäusern auf und erscheint erst um Mitternacht dort, wo ich ihn sehen kann. Für einen Nachtmenschen wie mich ist das in Ordnung. Als er letzte Nacht dann um 01Uhr30 am erstaunlich klaren Himmel zu sehen war, musste ich noch einmal die Kamera holen. Ich habe eine ganze Reihe Fotos gemacht, bis ich mit einem zufrieden war. Das Foto vom 1. August erschien mir schärfer. Möglicherweise war der Himmel insgesamt doch weniger klar, als ich dachte. Aber eigentlich ist es nur der untere Pol.

Vielleicht werde ich demnächst auch mal den Nachthimmel fotografieren. Der August hat einiges zu bieten, auch wenn der Komet nun verschwunden ist. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, auch mal wieder das Stativ zu benutzen.

Schaut auch mal in die neuen Galerien. Sie werden nach und nach ergänzt.

Lightroom-Tipp – Objektivkorrektur

Lightroom-Tipp – Objektivkorrektur

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Adobe Lightroom Classic ist für mich der Fotoeditor schlechthin, zumindest der erste, den ich öffne, wenn ich meine Fotos nachbearbeite. Ich bin mittlerweile schon ziemlich fit, wenn es um die notwendigen Bearbeitungsschritte geht. Aber LR ist so vielfältig, dass ich immer wieder auf neue Dinge stoße. Einige möchte ich mit euch teilen. Wenn ihr eine Kamera mit Wechselobjektiven benutzt, dann kennt ihr sicher den Reiter ‘Objektivkorrekturen’ unter dem man das individuelle Profil eines Objektivs, sofern es Lightroom bekannt ist, korrigieren kann. Also zum Beispiel die chromatischen Aberrationen oder die Vignettierung. Um diese Kästchen nicht bei jedem Foto aufs Neue anzuklicken, kann man sich dafür ein ‘Preset’, eine Vorgabe, erstellen.

  • Man klickt im Bibliotheksmodul ein noch nicht bearbeitetes Bild an, geht ins Entwickelnmodul und klickt dort nichts weiter an als die beiden Kästchen unter Objektivkorrekturen / Profil.
  • Dann auf die linke Seite zu den Vorgaben und dort auf das ‘+’-Zeichen. Unter ‘Vorgabe erstellen’ öffnet sich ein Fenster, mit dem ihr euer Preset festlegt. Erstmal alles abwählen, was schon angeklickt ist und dann nur ein Häkchen setzen bei Objektivkorrektur und einen Namen für das Preset vergeben. Diese Vorgabe erscheint nun unter den Benutzervorgaben.
  • Beim nächsten Import könnt ihr alle neuen Fotos mit einem Klick – nun wieder rechts im Bibliotheksmodul – unter: Ad hoc-Entwicklung –  ‘Gespeicherte Vorgaben / Benutzerdef. / Benutzervorgaben / Name eures Presets‘ (bei mir Lenscorrection) mit der richtigen Objektivkorrektur versehen und müsst euch beim Weiterbearbeiten darum nicht mehr kümmern.

Nicht wundern, ihr braucht keine neue Brille. Das ist vom Monitor abfotografiert und unscharf.

Auf diese Weise kann man natürlich alle möglichen Presets erzeugen und speichern. Diese Dinger werden ja im Netz überall zum Kauf angeboten. Wenn ihr also einem Foto einen besonderen farblichen Look, zum Beispiel für Instagram, gegeben habt, könnt ihr den als Preset speichern. Und später alle für Instagram gedachten Fotos damit bearbeiten. Ist natürlich Geschmackssache. Die meisten Instagramer benutzen dafür vermutlich entsprechende Apps auf ihrem Smartphone. Das nur nebenbei.

Mond & das SEL 70 – 350 mm

Mond & das SEL 70 – 350 mm

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Mein ‘neues’ Objektiv ist eigentlich ein mir bereits bekanntes: Das Sony E 70 – 350 mm F4.5 – 6.3 G OSS.  Ich hatte mir dieses Super-Tele-Zoom bereits mal vor einiger Zeit bestellt und dann sofort wieder zurückgegeben. Es war mir zu schwer und der Preis war sowieso heftig. Dann habe ich mir alternativ das mittlere der Sony APS-C Tele gekauft. Aber mit dem preiswerten E 55 – 210 mm F4,5 – 6,3 OSS war ich nicht wirklich zufrieden. Anders als das noch kleinere E 18 – 135 mm F3.5 – 5.6 OSS habe ich es kaum benutzt. Wichtig ist mir immer der Bildstabilisator, weil ich gerne aus der Hand fotografiere und meine Alpha 6100 leider keinen eingebauten Stabilisator hat. Aber das 55-210 ist qualitativ nicht mit den beiden anderen Objektiven zu vergleichen. Ich werde es wieder verkaufen.

Den Fast-Vollmond habe ich am 31.07. mit den 350mm aus der Hand fotografiert. Das ruhig zu halten, ist schwierig, der Stabilisator (OSS) unbedingt nötig. Es war noch nicht wirklich dunkel, sodass ich mit 1/350 sec und Blende f/8 bei ISO 800 fotografieren konnte. Bisher habe ich meine Mondfotos mit der Sony Bridge gemacht und fand die auch schon bemerkenswert gut. Aber das hier hat mich jetzt wirklich begeistert. Da merkt man dann doch den Unterschied zwischen dem 1-Zoll-Sensor (13,2 x 8,8 mm) der Sony Cybershot RX10M3 und dem APS-C Sensor der Alpha 6100 (24 x 16 mm). Ich bin selbst gespannt, wie ich das große Tele in Zukunft einsetzen werde. Es ist schon schwer (625g) und macht aus der kleinen Alpha 6100 einen echten Brummer. Aber schwer ist die Bridge auch ( >1000g). Was die Bridge im Vergleich angenehmer macht, ist dass sie bei eingefahrenem Objektiv nicht so kopflastig ist wie das 350er Tele an  der kleine APS-C Kamera.

Im Garten habe ich schon ein bisschen fotografiert, aber das war eher so nebenbei. Es war einfach zu heiß und die Füße tun mir noch vom Taunus weh 🙁  Siehe ‘Im Taunus verlaufen’ – Mainzauberblog.

Samenstände von abgeblühtem Mimulus (Gauklerblume) im Abendlicht f/6.3 bei 1/500sec und Brennweite 330mm – ISO 1000

Ringeltaube, ebenfalls im Abendlicht. Die Einstellungen fast gleich aber bei ISO 1200. Ich habe die ISO meistens auf ‘Auto’ stehen und die Begrenzung oben bei 3200.

Ich bin in diesem Jahr etwas verrückt, was das Fotografieren und die Ausrüstung betrifft. Dessen bin ich mir bewusst. Aber wenn man auf Urlaub verzichten muss, dann ist das auch mal drin. Das SEL 70 – 350 mm ist inzwischen günstiger als noch vor ein paar Wochen. Und es gab im Juli über Sony eine Cashback-Aktion. Jetzt darf ich nur nicht vergessen, meinen Anspruch darauf auch bei Sony geltend zu machen. ⇒ Erledigt!  Aber leicht machen die es einem nicht bei Sony!

Makro – Leptoglossus occidentalis

Makro – Leptoglossus occidentalis

Die Überschrift könnte auch “Neues vom Monsterchen” heißen. Dank eines kundigen Teilnehmers im Forum für Naturfragen bin ich dem Monsterchen endlich auf die Spur gekommen. Im Mainzauberblog habe ich das Tierchen am 25.07.20 vorgestellt. Es gab mir Rätsel auf. Meine letzte Idee dazu war die Nymphe irgendeiner Fangschrecke, weil mich die Bewegung so daran  erinnert hat. Aber weit gefehlt, das Monsterchen ist die Nymphe (2. Nymphenstadium) der Amerikanischen Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis). Und diese Wanze habe ich, daran kann ich mich erinnern, im adulten Stadium schon mal fotografiert.  Leider finde ich das Bild nicht mehr. Und von der andalusischen Fangschrecke habe ich nur ein etwas kleineres, alles andre als perfektes Foto. Aber wie gesagt – das Monsterchen ist ja ‘nur’ eine Wanze.
Die Haubenfangschrecke (Empusa pennata) hat ihren Namen wegen des auffälligen Kopfschildes bekommen.

Zurück zum Monsterchen. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Leptoglossus occidentalis umfasst den Westen Nordamerikas westlich der Rocky Mountains. Durch Verschleppung und eigene Ausbreitung hat die Art ihr Areal in Nordamerika seit Mitte der 1950er Jahre bis an die Ostküste der USA ausgedehnt, wiederum durch Einschleppung wurde die Art 1999 erstmals in Europa nachgewiesen und hat sich seitdem als Neozoon über weite Teile Europas ausgebreitet.
Dieses Foto stammt von Didier Descouens bzw. unter CC von der Wikipedia-Seite über die Amerikanische Kiefernwanze.
Hier aber nun noch einmal die kleine Nymphe (ca. 2mm):

Leptoglossus occidentalis – Wenn man’s weiß! Die Farben und die Beine sind doch sehr ähnlich.

Die Eiablage erfolgt überwiegend nach der Überwinterung ab Ende Mai oder Anfang Juni. Die Weibchen legen bis zu 80 zylindrische, etwa 2 mm lange Eier in Reihen an die Nadeln der Wirtspflanzen. Die Nymphen schlüpfen nach 10 bis 14 Tagen. Die Tiere durchlaufen fünf Nymphenstadien und häuten sich etwa im August zur Imago, die überwintert. Das geht also relativ schnell. Meine Nymphe stellt das zweite Stadium dar.

Fotobuch Professional Line

Fotobuch Professional Line

Falls ihr euch hierher verirrt, werdet ihr euch vermutlich manchmal die Augen reiben: Täglich sieht es hier anders aus. Das ist – zugegeben – ein bisschen irritierend, aber ich hoffe, der Umbau lohnt sich irgendwann. Nachdem ich mich dazu durchgerungen habe, doch wieder intensiver in die Mysterien meiner Themes einzusteigen, macht das Ganze auch wieder Spaß. Da diese Seite aktuell eher fotolastig wird, möchte ich euch noch von einem tollen Fotobuch erzählen – dem Professional Line von Saal Digital. Dieser Beitrag erschien fast identisch schon im Mainzauberblog.

Das ist natürlich Werbung, zu der ich mich aber moralisch verpflichtet fühle und es auch gern mache. Moralisch verpflichtet, weil ich das Fotobuch mit einem Wert von etwas über einhundert Euro durch einen 100 Euro-Gutschein von Saal Digital gesponsert bekommen habe. Man bat mich, über meine Erfahrung zu berichten. Eine echte Verpflichtung bestand nicht. Das fand ich sehr fair. Bekommen habe ich den Gutschein übrigens über Werbung seitens Saal Digital auf Facebook. Es werden dort immer mal wieder Gutscheine für verschiedene Produkte von Saal Digital angeboten.


Ich werde vermutlich im Leben kein Produktfotograf mehr, deshalb sind meine Fotos hier auch etwas ‘grenzwertig’. Ihr könnt natürlich auch einfach auf die Seite von Saal Digital gehen. Dieser Link führt speziell zur Präsentation der Professional Fotobücher. Es gibt aber auch wesentlich preiswertere.
Das Cover besteht vorn aus einer sehr schicken Acrylglasplatte, die das Foto geradezu leuchten lässt. Buchrücken  und Rückseite sind bei mir aus grauem Leder (Titanium). Es gibt auch andere Farben und auch noch die Kombination Leder/Leinen. Die Acrylplatte ist stolze 4mm dick!

Ich hatte das Quer-Format 40 x 30 cm gewählt, obwohl sich Hochformate im Bücherregal vielleicht besser machen.  Es gibt auch quadratische Formate. Die Seiten sind aus kräftigem, wirklich überzeugenden Fotopapier. Ich bin mir inzwischen sicher, dass auch das Fotobuch, dass ich 2014 habe machen lassen – und mir auch heute noch gefällt – ebenfalls von Saal Digital ist. Auf ein Hersteller-Logo im Buch wird verzichtet. Finde ich toll, wäre aber nach Jahren auch ganz nützlich, wenn man sich erinnern möchte, wo man das Buch hat drucken lassen.

Die Software ist super und erinnert ein bisschen an Photoshop. Man kann mit vorgefertigten Layouts arbeiten oder alles individuell gestalten. Oder seitenweise ‘mal so, mal so’. Das habe ich gemacht. Auf dem nächsten Bild seht ihr meinen ersten Entwurf. Links findet man die eigenen Bilder wie im Windows Explorer (wie das beim Mac heißt, weiß ich nicht. Ich glaube ‘Finder’.) Oben alle Möglichkeiten der Fotobearbeitung, die ich allerdings nicht genutzt habe. Ich habe die in Photoshop bearbeiteten Bilder eingestellt. Aber die Funktionen hier sind wirklich recht brauchbar. Vor allem bekommt man auch immer einen Hinweis zur Güte der Bilder – also in wieweit sie sich für den Druck eignen. Das kann ganz nützlich sein, wenn man starke Ausschnittvergrößerungen benutzt. Sonst gibt es bei der Pixeldichte moderner Kameras vermutlich selten Probleme. Rechts kann man das Layout einstellen oder nach Grafiken etc. suchen. Es gibt auch vorgefertigte Themen-Layouts wie Baby, Urlaub oder Hochzeit. Ganz unten sieht man die bereits fertiggestellten Seiten, die man immer wieder verändern, aber auch einfach in der Reihenfolge verschieben kann.

Das Fotobuch liegt so flach, so dass man auch Panoramen über zwei Seiten einfügen kann. Ich habe das mehrfach genutzt. Oder auch ein kleineres Bild, wenn es vom Motiv her sinnvoll war, über die Mitte hinweg geführt.


Die Verzerrungen, die ihr hier teilweise seht, kommen natürlich jetzt vom Abfotografieren des Buches. Wobei man beim Layouten allerdings Fotos auch schräg einstellen könnte 😉

So – das sollte reichen. Wenn ihr noch Fragen habt, dann fragt mich.

Mein Fazit: Das Professional Line Fotobuch von Saal Digital hat mich überzeugt. Es ist seinen recht hohen Preis wert. Sicher kein Fotobuch für alle Tage, aber wer etwas Besonderes sucht, ist hier richtig. Es gibt auch noch sehr attraktive Geschenkboxen dazu. Als Geschenk perfekt, aber auch etwas für Leute, die sich mit ihrem Portfolio irgendwo vorstellen und Eindruck hinterlassen wollen.

Hier habe ich noch eine kleine Diaschau mit einigen Bildern aus dem Fotobuch (und einigen, die es nicht geschafft haben).

Und nun wird noch ein bisschen an der Seite herumgebastelt …

Dornröschenschlaf ?

Dornröschenschlaf ?

Die Zeit vergeht und diese Seite befand sich im Dornröschenschlaf. Die Autorin etwa auch? Nein – auch nicht im Corona-Koma. Es ist mal wieder passiert, was für mich so typisch ist: Urplötzlich versiegt die Lust am Schreiben, weil sich das Fotografieren wieder in den Vordergrund drängt. Und das mit Macht. Deshalb gibt es auch hier wieder einen Relaunch der Seite. Wie immer in solchen Momenten kommt die Überlegung auf, ob es eine extra Fotoseite sein muss oder ob ich gar die Bücherseite aufgeben sollte. Ich bin der typische Alles-oder-Nichts-Mensch, der sich immer gerne ins Chaos stürzt. Aber ich bin auch lernfähig. Also diesmal nur ein kleiner Umbau.

Wann es mit dem Schreiben weitergeht, weiß ich tatsächlich noch nicht. So ein bisschen liegt es wohl auch daran, dass sich Bücher nur mit viel Werbung – sprich Aufwand – verkaufen. Das ist nicht so unbedingt mein Ding. Vermutlich muss ich mich doch eher unter den Hobbyschriftstellern einordnen. Macht nichts.

Ganz anders sieht es mit dem Fotografieren aus. Seitdem ich im letzten Jahr von Panasonic zu Sony gewechselt bin, habe ich mir sukzessive wieder eine nicht unbeträchtliche Ausrüstung zugelegt. Das war eigentlich nicht vorgesehen. Eine Bridge und fertig. Das war die Idee – haha! Erst kam die Sony Alpha 6000, dann die bessere Alpha 6100. Die ist super. Zwischendrin mal ein paar Tage sogar die A7 – also Vollformat. Aber diese Kamera liegt technisch weit hinter der Alpha 6100 zurück. Das konnte es dann doch nicht sein. Vielleicht irgendwann doch die A7 M2?  Aber eigentlich muss Vollformat nicht sein. Dazu später mal mehr. Im Moment schau ich eher nach guten, nicht zu teuren Objektiven.

Es wird also wohl so sein, dass diese Zeit zunächst mal zur Fotografie-Seite mutieren wird. Auf der Mainzauber-Seite verirrt sich vermutlich kaum jemand vom Blog aus auf die Fotoseiten mit den Galerien. Das soll sich hier ändern.


Kleiner Feuerfalter auf einer Kamillenblüte – im Taunus bei Wildsachsen fotografiert.

Hatte ich doch gestern Abend glatt vergessen, diese Seite auf ‘wieder erreichbar’ zu stellen.