Anemonen ganz nah

Anemonen ganz nah

Wie schon im anderen Blog erwähnt, habe ich bei Bernhard die Seite Definitely Dreaming entdeckt und habe mich wie bereits schon von den Videos Liesl Huddelstons inspirieren lassen. Im Vorgarten blühen jetzt die ersten Anemonen, an der Haustür mein Oleander und direkt daneben unermüdlich die Rose ‘Compassion’. Während der Oleander zwar zur Makrofotografie einläd, aber nicht unbedingt zu verträumten Bildern, geht das mit Anemone und Rose ganz gut.

Da muss man eigentlich gar nicht viel dran machen. Aber ich habe anschließend mal in Photoshop einen Bokeh-Layer darüber gelegt und dem Bild einen leicht wärmeren Ton verpasst. Die Layer gab es mal auf der Webseite von Krolop & Gerst. Das Material war allerdings im Original viel zu kräftig. Das musste ich entsprechend anpassen. Mir gefallen beide Versionen gut. Das zweite wirkt aber schon ein bisschen weicher.

Auch der Blick ins Innere der Rose ist an sich schon perfekt.

Aber ich wollte sie etwas ‘duftiger’ haben. Ich habe nur ein bisschen mit Weichzeichner rumgespielt und einen lila Bokeh-Layer ganz zart eingesetzt. Finde ich ganz gut. Aber — mir gefällt am Ende der Ausschnitt nicht. Ein paar Zentimeter weiter zurück und mehr Blüte wären vermutlich besser gewesen.
Im dritten Anlauf habe ich mich ausschließlich auf den Hintergrund fokussiert. Der war mir zu unruhig. Ich habe dort einen Gaußschen Weichzeicher eingesetzt und einfach eine Farbebene drüber gelegt. Das Motiv habe ich diesmal überhaupt nicht beschnitten.

Mit dem vierten Bild bin ich endlich zufrieden. Hintergrund wurde noch etwas abgedunkelt und die Rose wieder etwas weicher gezeichnet.

Blaugrüne Mosaikjungfer

Blaugrüne Mosaikjungfer

Unverhofft kommt … oft? Na ja, sagen wir – manchmal. Heute Abend beim Gartenwässern – übrigens kam kurz danach ein Wolkenbruch vom Feinsten – habe ich im Geäst unseres Duftschneeballs eine Großlibelle entdeckt. Wow – eine richtig schöne Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) . Sie hing noch am Ast, als ich zunächst mit der Bridge ankam und auch noch, als ich mich schließlich entschloss, die Alpha mit Makroobjektiv zu holen. Aber leider war es im Geäst ziemlich finster und ich kam auch nicht wirklich gut ran, ohne die Libelle aufzuscheuchen. Wobei sie lange friedlich sitzenblieb. Ist übrigens ein Weibchen. Das prachtvolle Blau-Grün haben nur die Männchen.


Die meisten Fotos sind in der vertikalen Ausrichtung  entstanden. Ich wollte unbedingt ein Makro mit Schärfe auf dem Auge. Aber ob manuell oder Autofocus, immer waren ihre Beine im Weg. Eins ist mir dann halbwegs geglückt.

50 mm mit dem SEL Makro und Blitz – sogar das hat die Libelle toleriert.

Ich hadere immer noch mit dem Makro. Es ist doch echt schwierig, in freier Natur gute Bilder hinzubekommen. Zumindest beim 50mm Objektiv. Auf YouTube verfolge ich momentan die Videos von Liesl Huddleston, einer Naturfotografin aus Texas (im Ernst!), die wunderbare Makros macht, unter anderem auch mit einer Makrolinse an ihrem iPhone. Aber meistens mit einem 90mm oder 100mm Makroobjektiv. Die Videos sind schön, richtig meditativ.

So, jetzt guck ich mal, ob ich das Libellenfoto in der Galerie mit diesem Beitrag verlinken kann. Dort musste ich etwas tricksen, weil meine Galerie auf Breite ausgelegt ist und ich das Hochkant-Motiv nehmen wollte.  –  Das hat nicht funktioniert. Aber es gibt jetzt unter der Galerie einen Beitragsslider zum Anklicken.

Beitrag verlinkt mit dem Naturdonnerstag.

Blutrote Heidelibelle

Blutrote Heidelibelle

Die Blutrote Heidelibelle gehört zu den Segellibellen, die wiederum zur Familie der Großlibellen. Auf dem Foto ist ein vollausgefärbtes Männchen zu sehen.

Blutrote Heidelibelle – Sympetrum sanguineum

Ich experimentiere gerade mit dem Beitragsheader herum. Erstens stört es mich, dass er als einziges Bild nicht in voller Größe anklickbar ist. Zweitens stört es mich, dass ich nicht so recht weiß, was tun, wenn ich nur ein einziges Motiv zeigen will.

Vollmond komplett

Vollmond komplett

Ich hatte gar nicht gehofft, den Vollmond heute fotografieren zu können, denn das Wetter hat sich verändert, der Himmel war gestern die meiste Zeit bedeckt. Und etwas, das ich mir noch nicht erklären kann, ist unpraktisch: Während ich den Fast-Vollmond immer schon zur Blauen Stunde hoch im Süden sehen kann, ist das nicht mehr der Fall, sobald er tatsächlich voll ist. Dann geht er irgendwo weiter im Osten hinter den Heimchenweghäusern auf und erscheint erst um Mitternacht dort, wo ich ihn sehen kann. Für einen Nachtmenschen wie mich ist das in Ordnung. Als er letzte Nacht dann um 01Uhr30 am erstaunlich klaren Himmel zu sehen war, musste ich noch einmal die Kamera holen. Ich habe eine ganze Reihe Fotos gemacht, bis ich mit einem zufrieden war. Das Foto vom 1. August erschien mir schärfer. Möglicherweise war der Himmel insgesamt doch weniger klar, als ich dachte. Aber eigentlich ist es nur der untere Pol.

Vielleicht werde ich demnächst auch mal den Nachthimmel fotografieren. Der August hat einiges zu bieten, auch wenn der Komet nun verschwunden ist. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, auch mal wieder das Stativ zu benutzen.

Schaut auch mal in die neuen Galerien. Sie werden nach und nach ergänzt.

Lightroom-Tipp – Objektivkorrektur

Lightroom-Tipp – Objektivkorrektur

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Adobe Lightroom Classic ist für mich der Fotoeditor schlechthin, zumindest der erste, den ich öffne, wenn ich meine Fotos nachbearbeite. Ich bin mittlerweile schon ziemlich fit, wenn es um die notwendigen Bearbeitungsschritte geht. Aber LR ist so vielfältig, dass ich immer wieder auf neue Dinge stoße. Einige möchte ich mit euch teilen. Wenn ihr eine Kamera mit Wechselobjektiven benutzt, dann kennt ihr sicher den Reiter ‘Objektivkorrekturen’ unter dem man das individuelle Profil eines Objektivs, sofern es Lightroom bekannt ist, korrigieren kann. Also zum Beispiel die chromatischen Aberrationen oder die Vignettierung. Um diese Kästchen nicht bei jedem Foto aufs Neue anzuklicken, kann man sich dafür ein ‘Preset’, eine Vorgabe, erstellen.

  • Man klickt im Bibliotheksmodul ein noch nicht bearbeitetes Bild an, geht ins Entwickelnmodul und klickt dort nichts weiter an als die beiden Kästchen unter Objektivkorrekturen / Profil.
  • Dann auf die linke Seite zu den Vorgaben und dort auf das ‘+’-Zeichen. Unter ‘Vorgabe erstellen’ öffnet sich ein Fenster, mit dem ihr euer Preset festlegt. Erstmal alles abwählen, was schon angeklickt ist und dann nur ein Häkchen setzen bei Objektivkorrektur und einen Namen für das Preset vergeben. Diese Vorgabe erscheint nun unter den Benutzervorgaben.
  • Beim nächsten Import könnt ihr alle neuen Fotos mit einem Klick – nun wieder rechts im Bibliotheksmodul – unter: Ad hoc-Entwicklung –  ‘Gespeicherte Vorgaben / Benutzerdef. / Benutzervorgaben / Name eures Presets‘ (bei mir Lenscorrection) mit der richtigen Objektivkorrektur versehen und müsst euch beim Weiterbearbeiten darum nicht mehr kümmern.

Nicht wundern, ihr braucht keine neue Brille. Das ist vom Monitor abfotografiert und unscharf.

Auf diese Weise kann man natürlich alle möglichen Presets erzeugen und speichern. Diese Dinger werden ja im Netz überall zum Kauf angeboten. Wenn ihr also einem Foto einen besonderen farblichen Look, zum Beispiel für Instagram, gegeben habt, könnt ihr den als Preset speichern. Und später alle für Instagram gedachten Fotos damit bearbeiten. Ist natürlich Geschmackssache. Die meisten Instagramer benutzen dafür vermutlich entsprechende Apps auf ihrem Smartphone. Das nur nebenbei.

Mond & das SEL 70 – 350 mm

Mond & das SEL 70 – 350 mm

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Mein ‘neues’ Objektiv ist eigentlich ein mir bereits bekanntes: Das Sony E 70 – 350 mm F4.5 – 6.3 G OSS.  Ich hatte mir dieses Super-Tele-Zoom bereits mal vor einiger Zeit bestellt und dann sofort wieder zurückgegeben. Es war mir zu schwer und der Preis war sowieso heftig. Dann habe ich mir alternativ das mittlere der Sony APS-C Tele gekauft. Aber mit dem preiswerten E 55 – 210 mm F4,5 – 6,3 OSS war ich nicht wirklich zufrieden. Anders als das noch kleinere E 18 – 135 mm F3.5 – 5.6 OSS habe ich es kaum benutzt. Wichtig ist mir immer der Bildstabilisator, weil ich gerne aus der Hand fotografiere und meine Alpha 6100 leider keinen eingebauten Stabilisator hat. Aber das 55-210 ist qualitativ nicht mit den beiden anderen Objektiven zu vergleichen. Ich werde es wieder verkaufen.

Den Fast-Vollmond habe ich am 31.07. mit den 350mm aus der Hand fotografiert. Das ruhig zu halten, ist schwierig, der Stabilisator (OSS) unbedingt nötig. Es war noch nicht wirklich dunkel, sodass ich mit 1/350 sec und Blende f/8 bei ISO 800 fotografieren konnte. Bisher habe ich meine Mondfotos mit der Sony Bridge gemacht und fand die auch schon bemerkenswert gut. Aber das hier hat mich jetzt wirklich begeistert. Da merkt man dann doch den Unterschied zwischen dem 1-Zoll-Sensor (13,2 x 8,8 mm) der Sony Cybershot RX10M3 und dem APS-C Sensor der Alpha 6100 (24 x 16 mm). Ich bin selbst gespannt, wie ich das große Tele in Zukunft einsetzen werde. Es ist schon schwer (625g) und macht aus der kleinen Alpha 6100 einen echten Brummer. Aber schwer ist die Bridge auch ( >1000g). Was die Bridge im Vergleich angenehmer macht, ist dass sie bei eingefahrenem Objektiv nicht so kopflastig ist wie das 350er Tele an  der kleine APS-C Kamera.

Im Garten habe ich schon ein bisschen fotografiert, aber das war eher so nebenbei. Es war einfach zu heiß und die Füße tun mir noch vom Taunus weh 🙁  Siehe ‘Im Taunus verlaufen’ – Mainzauberblog.

Samenstände von abgeblühtem Mimulus (Gauklerblume) im Abendlicht f/6.3 bei 1/500sec und Brennweite 330mm – ISO 1000

Ringeltaube, ebenfalls im Abendlicht. Die Einstellungen fast gleich aber bei ISO 1200. Ich habe die ISO meistens auf ‘Auto’ stehen und die Begrenzung oben bei 3200.

Ich bin in diesem Jahr etwas verrückt, was das Fotografieren und die Ausrüstung betrifft. Dessen bin ich mir bewusst. Aber wenn man auf Urlaub verzichten muss, dann ist das auch mal drin. Das SEL 70 – 350 mm ist inzwischen günstiger als noch vor ein paar Wochen. Und es gab im Juli über Sony eine Cashback-Aktion. Jetzt darf ich nur nicht vergessen, meinen Anspruch darauf auch bei Sony geltend zu machen. ⇒ Erledigt!  Aber leicht machen die es einem nicht bei Sony!