Meine neue Lumix TZ202

Meine neue Lumix TZ202

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Ich habe kürzlich meine Sony Bridge, die RX10 M3 verkauft. Schweren Herzen, das muss ich schon sagen. Sie war über ein Jahr meine absolute Lieblingskamera, mit der ich immer ‘schussbereit‘ war, wenn es galt, Eichhörnchen zu fotografieren. Und nicht nur Eichhörnchen. Dann kam die Sony Alpha 6100 mit ihren Wechselobjektiven. Ja, ich bin wankelmütig. Das weiß ich. Es ist noch nicht sooo lange her, dass ich mal sagte, ich wolle mich nie wieder mit Wechselobjektiven belasten. Und es ist noch weniger lange her, dass ich von Panasonic Lumix zu Sony gewechselt bin. Der Grund war zunächst mal, dass die Gehäuse immer kleiner wurden und Sony es schaffte, kleine Kameras mit einem APS-C Sensor auszustatten, der um einiges größer ist als der MFT-Sensor von Panasonic. Und die Optiken erschienen mir auch besser, schärfer. Davon bin ich nach wie vor überzeugt.

Als die Sensoren mit immer mehr Pixeln ausgestattet wurden, meinten schnell einige Leute, dass das Blödsinn sei. Sensorgröße und Pixelmenge wurde schnell miteinander vermischt. Aber es ist einfach so, dass ein größerer Sensor a) mehr Pixel aufnehmen kann und b) die einzelnen Pixel auf einem größeren Sensor mehr Licht aufnehmen können. Das ist schlicht und einfach von Vorteil. Inzwischen gibt es spiegellose Systemkameras mit Vollformatsensor. Auch hier war meines Wissens Sony der Vorreiter. Kameras mit großen Sensoren  haben aber auch Nachteile. Davon später einmal mehr.

Die Sony RX10 M3 war / ist eine tolle Kamera. Aber sie ist auch groß und schwer. Größer und schwerer als die Alpha 6100 mit dem APS-C Sensor. Die wird erst dann groß und schwer, wenn man ein großes Tele dranschraubt. Mit dem kleinen Kit-Objektiv passt sie noch in jede Handtasche. Und plötzlich blieb bei mir die Bridge liegen. Ich hatte – und habe –  mich in meine Alpha 6100 verliebt. Mit allen Konsequenzen und den Wechselobjektiven 😉 Der Gedanke musste aufkommen, die Bridge zu verkaufen. Ich hab’s getan und sie durch eine kleine Kompakte ersetzt. Ich kann nicht wirklich mit dem Smartphone fotografieren. So ein Smartphone hat keinen Sucher und kein anständiges Zoom. Und der Sensor? Der liegt oben in der Grafik weit links im Bild.

Es war nicht einfach, die richtige Kompakte zu finden. Sie sollte klein sein, einen Sucher haben, ein einigermaßen großes Telezoom haben, mindestens einen 1-Zoll Sensor haben, Klappdisplay wäre schön, und natürlich sollte sie bezahlbar sein. Also die eierlegende Wollmilchsau. Gut – die gibt es immer noch nicht. Wegen des Suchers und dem Tele kamen nur Kameras von Sony aus der RX100 Serie oder eben die von Panasonic Lumix infrage. Bei Sony waren der Preis und der Pop-up-Sucher schließlich ein Ausschlußkriterium. Bei Panasonic erfüllte am Ende nur das gegenwärtige ‘Flagschiff’ – die TZ 202 – meine Wünsche. Einzig das klappbare Display fehlt hier.

Fotografiert mit der Panasonic Lumix DC-TZ 202

Ich gebe zu, der Sucher haut einen nicht wirklich um. Böse Zungen behaupten, er sei völlig unbrauchbar, weil viel zu klein. Verglichen mit dem Sucher meiner Sony Alpha 6100 stimmt das sicher, aber ich bin froh, wenn ich überhaupt einen habe. Und so schlecht ist er auch wieder nicht. He – er hat eine 100 % Bildfeldabdeckung mit 2.330.000 Bildpunkten und natürlich einen Dioptrienausgleich. Ich brauch das, sonst müsste ich zum Fotografieren immer mit Lesebrille unterwegs sein. Und bei starker Sonneneinstrahlung sieht man im Sucher auch besser als auf einem Monitor. Ich habe die Kamera bei schönstem Spätsommerwetter getestet und für gut befunden. Siehe im Mainzauber-Blog: https://mainzauber.de/2020/09/09/die-tz-202-dnd/
Was die inneren Werte angeht, bleiben kaum Wünsche offen. Sie kann eigentlich alles, was auch die Großen können. Nur die Lichtstärke ist halt weniger doll und … na, eben der Sucher. Immerhin hat sie einen Bildstabilisator, was ungemein hilft. Den hat noch nicht mal meine Alpha 6100. Das könnte mich irgendwann nochmal zu einem Wechsel verführen. Aber wenn ich in diesem System bleibe, bekomme ich alle Objektive mit Stabi, die es von der Brennweite her nötig haben. Mein großes Tele hat einen, das Makro 50mm auch.

Meine Hauptkamera wird jetzt sicher für längere Zeit die Alpha 6100 bleiben. Aber ich glaube, mit der Lumix TZ202 als ‘immer-dabei-Kamera’- werde ich auch glücklich.

Schwaches Licht am Abend und ein kleiner Vogel weit weg am Teich, das bleibt die Domäne der Alpha 6100 mit Teleobjektiv.

Reiswanze? Rosenkäfer?

Reiswanze? Rosenkäfer?

Dieser Spätsommer ist noch einmal gut für Überraschungen. Im Moment habe ich sowieso den Makroblick. Vielleicht liegt es daran, dass mir jetzt im Garten die unterschiedlichsten Tierchen auffallen. Ich stelle fest, dass es nicht immer einfach ist, eine Wanzenlarve von einem Käfer zu unterscheiden.

So erinnerte mich die Nymphe der Grünen Reiswanze (Nezara viridula)  zunächst an einen exotischen Marienkäfer. Und als mir dann der Bronzegrüne Rosenkäfer begegnete, musste ich doch erst mal nachschauen, ob es wirklich ein Käfer ist. Mehr dazu könnt ihr im Mainzauber-Blog vom 6.9. und 7.9.2020 nachlesen.

Nezara viridula

Bronzegrüner Rosenkäfer

Anemonen ganz nah

Anemonen ganz nah

Wie schon im anderen Blog erwähnt, habe ich bei Bernhard die Seite Definitely Dreaming entdeckt und habe mich wie bereits schon von den Videos Liesl Huddelstons inspirieren lassen. Im Vorgarten blühen jetzt die ersten Anemonen, an der Haustür mein Oleander und direkt daneben unermüdlich die Rose ‘Compassion’. Während der Oleander zwar zur Makrofotografie einläd, aber nicht unbedingt zu verträumten Bildern, geht das mit Anemone und Rose ganz gut.

Da muss man eigentlich gar nicht viel dran machen. Aber ich habe anschließend mal in Photoshop einen Bokeh-Layer darüber gelegt und dem Bild einen leicht wärmeren Ton verpasst. Die Layer gab es mal auf der Webseite von Krolop & Gerst. Das Material war allerdings im Original viel zu kräftig. Das musste ich entsprechend anpassen. Mir gefallen beide Versionen gut. Das zweite wirkt aber schon ein bisschen weicher.

Auch der Blick ins Innere der Rose ist an sich schon perfekt.

Aber ich wollte sie etwas ‘duftiger’ haben. Ich habe nur ein bisschen mit Weichzeichner rumgespielt und einen lila Bokeh-Layer ganz zart eingesetzt. Finde ich ganz gut. Aber — mir gefällt am Ende der Ausschnitt nicht. Ein paar Zentimeter weiter zurück und mehr Blüte wären vermutlich besser gewesen.
Im dritten Anlauf habe ich mich ausschließlich auf den Hintergrund fokussiert. Der war mir zu unruhig. Ich habe dort einen Gaußschen Weichzeicher eingesetzt und einfach eine Farbebene drüber gelegt. Das Motiv habe ich diesmal überhaupt nicht beschnitten.

Mit dem vierten Bild bin ich endlich zufrieden. Hintergrund wurde noch etwas abgedunkelt und die Rose wieder etwas weicher gezeichnet.

Blaugrüne Mosaikjungfer

Blaugrüne Mosaikjungfer

Unverhofft kommt … oft? Na ja, sagen wir – manchmal. Heute Abend beim Gartenwässern – übrigens kam kurz danach ein Wolkenbruch vom Feinsten – habe ich im Geäst unseres Duftschneeballs eine Großlibelle entdeckt. Wow – eine richtig schöne Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) . Sie hing noch am Ast, als ich zunächst mit der Bridge ankam und auch noch, als ich mich schließlich entschloss, die Alpha mit Makroobjektiv zu holen. Aber leider war es im Geäst ziemlich finster und ich kam auch nicht wirklich gut ran, ohne die Libelle aufzuscheuchen. Wobei sie lange friedlich sitzenblieb. Ist übrigens ein Weibchen. Das prachtvolle Blau-Grün haben nur die Männchen.


Die meisten Fotos sind in der vertikalen Ausrichtung  entstanden. Ich wollte unbedingt ein Makro mit Schärfe auf dem Auge. Aber ob manuell oder Autofocus, immer waren ihre Beine im Weg. Eins ist mir dann halbwegs geglückt.

50 mm mit dem SEL Makro und Blitz – sogar das hat die Libelle toleriert.

Ich hadere immer noch mit dem Makro. Es ist doch echt schwierig, in freier Natur gute Bilder hinzubekommen. Zumindest beim 50mm Objektiv. Auf YouTube verfolge ich momentan die Videos von Liesl Huddleston, einer Naturfotografin aus Texas (im Ernst!), die wunderbare Makros macht, unter anderem auch mit einer Makrolinse an ihrem iPhone. Aber meistens mit einem 90mm oder 100mm Makroobjektiv. Die Videos sind schön, richtig meditativ.

So, jetzt guck ich mal, ob ich das Libellenfoto in der Galerie mit diesem Beitrag verlinken kann. Dort musste ich etwas tricksen, weil meine Galerie auf Breite ausgelegt ist und ich das Hochkant-Motiv nehmen wollte.  –  Das hat nicht funktioniert. Aber es gibt jetzt unter der Galerie einen Beitragsslider zum Anklicken.

Beitrag verlinkt mit dem Naturdonnerstag.