Probleme

Probleme

Seit einiger Zeit geht hier alles nur noch im Schneckentempo und ich weiß nicht, woran es liegt. Posten macht keinen Spaß mehr und die Galerien mit neuen Bildern füllen schon gar nicht. In der 12 x 1 Blumen-Galerie habe ich eben sehr mühsam eine Lilienblüte für den September untergebracht.

September – Lilie-Makro

Ich werde den Verdacht nicht los, ich muss den neuesten Divi-Builder nutzen, ob ich will oder nicht. Oder ihn komplett ausschalten? Ich versuche es mal. Jetzt zumindest tippt es sich wieder schneller.

Reiswanze? Rosenkäfer?

Reiswanze? Rosenkäfer?

Dieser Spätsommer ist noch einmal gut für Überraschungen. Im Moment habe ich sowieso den Makroblick. Vielleicht liegt es daran, dass mir jetzt im Garten die unterschiedlichsten Tierchen auffallen. Ich stelle fest, dass es nicht immer einfach ist, eine Wanzenlarve von einem Käfer zu unterscheiden.

So erinnerte mich die Nymphe der Grünen Reiswanze (Nezara viridula)  zunächst an einen exotischen Marienkäfer. Und als mir dann der Bronzegrüne Rosenkäfer begegnete, musste ich doch erst mal nachschauen, ob es wirklich ein Käfer ist. Mehr dazu könnt ihr im Mainzauber-Blog vom 6.9. und 7.9.2020 nachlesen.

Nezara viridula

Bronzegrüner Rosenkäfer

Anemonen ganz nah

Anemonen ganz nah

Wie schon im anderen Blog erwähnt, habe ich bei Bernhard die Seite Definitely Dreaming entdeckt und habe mich wie bereits schon von den Videos Liesl Huddelstons inspirieren lassen. Im Vorgarten blühen jetzt die ersten Anemonen, an der Haustür mein Oleander und direkt daneben unermüdlich die Rose ‘Compassion’. Während der Oleander zwar zur Makrofotografie einläd, aber nicht unbedingt zu verträumten Bildern, geht das mit Anemone und Rose ganz gut.

Da muss man eigentlich gar nicht viel dran machen. Aber ich habe anschließend mal in Photoshop einen Bokeh-Layer darüber gelegt und dem Bild einen leicht wärmeren Ton verpasst. Die Layer gab es mal auf der Webseite von Krolop & Gerst. Das Material war allerdings im Original viel zu kräftig. Das musste ich entsprechend anpassen. Mir gefallen beide Versionen gut. Das zweite wirkt aber schon ein bisschen weicher.

Auch der Blick ins Innere der Rose ist an sich schon perfekt.

Aber ich wollte sie etwas ‘duftiger’ haben. Ich habe nur ein bisschen mit Weichzeichner rumgespielt und einen lila Bokeh-Layer ganz zart eingesetzt. Finde ich ganz gut. Aber — mir gefällt am Ende der Ausschnitt nicht. Ein paar Zentimeter weiter zurück und mehr Blüte wären vermutlich besser gewesen.
Im dritten Anlauf habe ich mich ausschließlich auf den Hintergrund fokussiert. Der war mir zu unruhig. Ich habe dort einen Gaußschen Weichzeicher eingesetzt und einfach eine Farbebene drüber gelegt. Das Motiv habe ich diesmal überhaupt nicht beschnitten.

Mit dem vierten Bild bin ich endlich zufrieden. Hintergrund wurde noch etwas abgedunkelt und die Rose wieder etwas weicher gezeichnet.

Blaugrüne Mosaikjungfer

Blaugrüne Mosaikjungfer

Unverhofft kommt … oft? Na ja, sagen wir – manchmal. Heute Abend beim Gartenwässern – übrigens kam kurz danach ein Wolkenbruch vom Feinsten – habe ich im Geäst unseres Duftschneeballs eine Großlibelle entdeckt. Wow – eine richtig schöne Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) . Sie hing noch am Ast, als ich zunächst mit der Bridge ankam und auch noch, als ich mich schließlich entschloss, die Alpha mit Makroobjektiv zu holen. Aber leider war es im Geäst ziemlich finster und ich kam auch nicht wirklich gut ran, ohne die Libelle aufzuscheuchen. Wobei sie lange friedlich sitzenblieb. Ist übrigens ein Weibchen. Das prachtvolle Blau-Grün haben nur die Männchen.


Die meisten Fotos sind in der vertikalen Ausrichtung  entstanden. Ich wollte unbedingt ein Makro mit Schärfe auf dem Auge. Aber ob manuell oder Autofocus, immer waren ihre Beine im Weg. Eins ist mir dann halbwegs geglückt.

50 mm mit dem SEL Makro und Blitz – sogar das hat die Libelle toleriert.

Ich hadere immer noch mit dem Makro. Es ist doch echt schwierig, in freier Natur gute Bilder hinzubekommen. Zumindest beim 50mm Objektiv. Auf YouTube verfolge ich momentan die Videos von Liesl Huddleston, einer Naturfotografin aus Texas (im Ernst!), die wunderbare Makros macht, unter anderem auch mit einer Makrolinse an ihrem iPhone. Aber meistens mit einem 90mm oder 100mm Makroobjektiv. Die Videos sind schön, richtig meditativ.

So, jetzt guck ich mal, ob ich das Libellenfoto in der Galerie mit diesem Beitrag verlinken kann. Dort musste ich etwas tricksen, weil meine Galerie auf Breite ausgelegt ist und ich das Hochkant-Motiv nehmen wollte.  –  Das hat nicht funktioniert. Aber es gibt jetzt unter der Galerie einen Beitragsslider zum Anklicken.

Beitrag verlinkt mit dem Naturdonnerstag.

Makro – Leptoglossus occidentalis

Makro – Leptoglossus occidentalis

Die Überschrift könnte auch “Neues vom Monsterchen” heißen. Dank eines kundigen Teilnehmers im Forum für Naturfragen bin ich dem Monsterchen endlich auf die Spur gekommen. Im Mainzauberblog habe ich das Tierchen am 25.07.20 vorgestellt. Es gab mir Rätsel auf. Meine letzte Idee dazu war die Nymphe irgendeiner Fangschrecke, weil mich die Bewegung so daran  erinnert hat. Aber weit gefehlt, das Monsterchen ist die Nymphe (2. Nymphenstadium) der Amerikanischen Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis). Und diese Wanze habe ich, daran kann ich mich erinnern, im adulten Stadium schon mal fotografiert.  Leider finde ich das Bild nicht mehr. Und von der andalusischen Fangschrecke habe ich nur ein etwas kleineres, alles andre als perfektes Foto. Aber wie gesagt – das Monsterchen ist ja ‘nur’ eine Wanze.
Die Haubenfangschrecke (Empusa pennata) hat ihren Namen wegen des auffälligen Kopfschildes bekommen.

Zurück zum Monsterchen. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Leptoglossus occidentalis umfasst den Westen Nordamerikas westlich der Rocky Mountains. Durch Verschleppung und eigene Ausbreitung hat die Art ihr Areal in Nordamerika seit Mitte der 1950er Jahre bis an die Ostküste der USA ausgedehnt, wiederum durch Einschleppung wurde die Art 1999 erstmals in Europa nachgewiesen und hat sich seitdem als Neozoon über weite Teile Europas ausgebreitet.
Dieses Foto stammt von Didier Descouens bzw. unter CC von der Wikipedia-Seite über die Amerikanische Kiefernwanze.
Hier aber nun noch einmal die kleine Nymphe (ca. 2mm):

Leptoglossus occidentalis – Wenn man’s weiß! Die Farben und die Beine sind doch sehr ähnlich.

Die Eiablage erfolgt überwiegend nach der Überwinterung ab Ende Mai oder Anfang Juni. Die Weibchen legen bis zu 80 zylindrische, etwa 2 mm lange Eier in Reihen an die Nadeln der Wirtspflanzen. Die Nymphen schlüpfen nach 10 bis 14 Tagen. Die Tiere durchlaufen fünf Nymphenstadien und häuten sich etwa im August zur Imago, die überwintert. Das geht also relativ schnell. Meine Nymphe stellt das zweite Stadium dar.