Nun ist das neue Jahr schon wieder einen Monat alt. Die BuJo-Blätter in meinem Ringbuch sind prall gefüllt (sieht ziemlich chaotisch aus, wenn ich ehrlich bin), und ich habe so einiges dazugelernt. Übrigens bin ich noch immer total verliebt in den Paperchase Organiser mit dem Gothic Garden Design. Die teuren A5 Filofaxe dürfen sich noch weiterhin ausruhen.

Januar-Rückblick und Ziele

So wirklich perfekt ist der Januar nicht verlaufen. Das zum Jahresende 2016 angesteuerte Gewichtsziel pendelt sich nur mühsam ein. Sport war praktisch genauso wenig mein Thema wie das Schreiben. Am Anfang bin ich noch öfter mal gelaufen, aber die Kälte, die Gelenkschmerzen und schließlich die Erkältung – ach ja, vor allem der innere Schweinhund haben mich von mehr Bewegung abgehalten. Keine Ahnung, wie ich das in den Griff bekommen soll. Auch mit der Ernährung klappt es bei dieser Kälte nicht wirklich. Wer will bei Minusgraden schon Salat essen und Möhrchen knabbern? Aber mit dem Schreiben habe ich in den letzten Tagen immerhin wieder angefangen!

Meine BuJo-Seite „Mein Jahr in Pixeln“ habe ich mitten im Monat mit neuen Farben neu gestaltet. Alle guten Tage sind nun auch mit hellen, freundlichen Farben markiert, alle schlechten mit dunklen. Immerhin – in der ersten Januarhälfte überwiegen die hellen! Im Original kann man das helle Pink vom dunklen Violett gut unterscheiden. Ich weiß nicht, wie das auf euren Monitoren rauskommt. Also in der ersten Januarhälfte ist es Pink, in der zweiten eher Dunkellila.


Anklickbar!

Den Tagestracker habe ich abgebrochen und für Februar ebenfalls neugestaltet. Auch hier hatte ich Probleme mit den verwendeten Farben, alles war außerdem zu eng und zu unübersichtlich. Von Kara Benz aka Boho Berry habe ich den Self-Care Tracker in Kurvenform übernommen und unter den Tagestracker gepackt.  Die Kurven könnten Auskunft geben über die Zusammenhänge  zwischen Schlaf, Ernährung, Zeiten der Aktivität und meiner Laune. Ich bin gespannt. Kara Benz finde ich immer noch sehr inspirierend. Mit ihrem BuJo sollte man allerdings nicht konkurrieren wollen. Das sieht alles so perfekt aus, allein schon was Handschrift und Gestaltung angeht, das ist schon fast frustrierend ;-)


Anklickbar! Man sieht hier, dass ich die klassische Vorgabe „Miracle Morning“ durch Positives Aufwachen ersetzt habe. Was nichts anderes bedeutet, dass ich mir morgens Zeit für mich nehme und täglich neu entscheide, ob ich den Tag mit einer Meditation oder mit einer 5-Minuten-Gymnastik oder mit dem kompletten Miracle Morning Programm anfangen möchte. Die beiden Zeilen für Laufen und Gymnastik habe ich durch eine Zeile „Sport“ ersetzt. Beim nächsten Mal wird daraus vermutlich das neutralere „Bewegung“ werden. Diät habe ich durch „Vernünftig essen“ ersetzt und mir eine Mengenangabe für das Trinken gespart. Ich denke, das ist alles besser als strikte Vorgaben, die nur Frust erzeugen, wenn man sie nicht zu 100% einhalten kann. Vor Mitternacht ins Bett gehen wurde ersetzt durch „Früh zu Bett gehen“. Das kann für mich als Nachtmensch auch durchaus noch 00:30 Uhr sein.

Im täglichen Bereich werde ich deshalb den Punkt „Mood“ (Laune) weglassen, dreifach muss ich den nicht im Blick haben. Auch meine 24-Stunden-Timeline erscheint mir in der bisherigen Form überflüssig zu sein. Ich werde sie weglassen, aber vielleicht durch eine verpflichtende Timeline ersetzen, also Zeiten markieren, in denen ich mir vornehme, zu schreiben oder Sport zu machen.

Ich habe mir diverse naturheilkundliche Präparate zugelegt, um mein Immunsystem zu stärken und hoffentlich die Gelenkschmerzen in den Griff zu bekommen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Dafür wird es eine Medi-Liste geben, damit ich sie sinnvoll kombiniere. Bisher habe ich sowas nie wirklich lange durchgehalten. Liegt zum Teil auch daran, dass ich gar nicht so wirklich daran glaube, dass diese Sachen helfen. Schaun wir mal. Und so starte ich dann ab Mittwoch in den Februar:

Anklickbar! Es gibt natürlich weiterhin die Dankbarkeitsseite (Gratitude), den Monatsüberblick und alles, was zu einem üblichen Bullet Journal Monat gehört.

Mein Week View Notizbuch habe ich mir definitiv umsonst gekauft. Auch als Ernährungsplaner taugt er nicht. Schade – denn das Teil ist ja nicht schlecht, nur ist mein BuJo in Ringbuchform besser. Vermutlich werde ich das Papier als Schmierpapier und als Einkaufszettel benutzen. Für irgendwas muss er ja gut sein. Stattdessen habe ich mir zum Schnäppchenpreis einen roten Filofax Saffiano mit Zipper gekauft. Es war Liebe auf den ersten Blick. Der wird mir sowohl als Portemonnaie / Brieftasche (im Englischen nennt sich sowas „wallet“) als auch als Notizbuch für unterwegs dienen. Bin zufällig darauf gestoßen, wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Das Teil ist genial. Man kann die Ringbuchmechanik einfach rausziehen und außerhalb benutzen. Und durch den umlaufenden Zipper ist alles geschützt. Innen gibt es reichlich Fächer und auch noch mal eins auf der Rückseite. Das Format ist „Personal compact“ also H = 208mm und B = 125mm. Von außen entspricht er in der Höhe zwar DIN A5, ist aber schmaler. Das bedingt dann leider auch, dass er andere Inserts braucht. Ich denke, da ich ihn nicht in erster Linie als Planer gekauft habe, werde ich mich da auf das mitgelieferte Papier beschränken. Bei youtube kann man sehen, dass viele Nutzer dieses Filofax tatsächlich komplett auf die Ringbuchmechanik verzichten und dort stattdessen eine schmales Notizbuch reinstecken. Ob das Sinn macht? Vielleicht für Leute, die zu Hause diese Travellers Notebooks benutzen und die Hefte auf diese Weise archivieren. Auf jeden Fall ist die Möglichkeit, die Mechanik einfach rauszunehmen, super.

Ich habe oben geschrieben, dass ich den Saffiano zum Schnäppchenpreis bekommen habe. Und das kam so: Ich wollte ihn auf der Webseite von Filofax.de direkt bestellen. So habe ich das auch bei meinem Malden gemacht. Diesmal wollte das aber partout nicht funktionieren. Also bin ich zu Amazon gewechselt, wo man ja fast alles bekommt. Und siehe da, dort wurde der gleiche Saffiano um 15 Euro billiger angeboten und zwar von . . . Filofax! Das ist doch wohl irre und eigentlich kaum zu erklären.

Nachtrag: Doch zu erklären! Der Saffiano kommt direkt von Filofax England. Das britische Pfund steht derzeit ja nicht gerade berühmt da. Das habe ich schon bei den Paperchasesachen als sehr angenehm empfunden. Man sollte sich im Moment wirklich alles, was geht, aus UK schicken lassen. Dem Brexit sei Dank!

Nachtrag vom 31.01.2017: Mein Saffiano ist gerade gekommen. Er gefällt mir super, habe nur leider festgestellt, dass er von Amazon mit altem Kalendarium ausgeliefert wurde. Also Vorsicht, wenn jemand auf das aktuelle Kalendarium legt. Bei Filofax selbst stand er mit dem von 2017 drin. Vielleicht war er auch deshalb so günstig. Mich stört das nicht weiter, da ich ihn eh nicht als täglichen Kalender benutzen will. Muss noch mal gucken, was da auf der Amazonseite genau stand. Aber schön sind die Originalinserts von Filofax sowieso nicht. Immerhin kann man die Notizzettel nutzen, die auch wieder dabei sind, das Register und all diese Dinge.